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Individuum und System - man muss beides kennen

Coaching ist ein komplexer Prozess, der sich nicht im gemeinsamen Reflektieren erschöpft. Um als Coach für den Klienten wirklich hilfreich zu sein, muss der Coach sehr viel wissen: Darüber, wie Menschen „ticken“ und darüber wie Systeme „ticken“. Wenn man nur auf das Eine oder nur auf das Andere setzt, wird man wahrscheinlich den Anforderungen an ein gutes Coaching nicht gerecht.

Systemische Ansätze bieten hervorragende Denkmodelle, wenn es zum Beispiel darum geht, neue Sichtweisen ins Spiel zu bringen, Change-Prozesse zu begleiten oder wenn die Probleme des Klienten augenfällig systemischer Natur sind - also wenn sich zum Beispiel zeigt, dass eine Änderung im System das Problem zum Verschwinden bringt. Wer sich jedoch darauf verlässt, dass er mit rein systemischen Ansätzen immer gut coachen kann, wird schnell an Grenzen stoßen. Wenn das Problem, um das es geht, nicht systembedingt ist, braucht man psychologisches Hintergrundwissen, das systemische Ansätze nicht bieten, denn sie besitzen kein brauchbares Persönlichkeitsmodell.

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Friede, Freude, Eierkuchen…

Ein Jahresbeginn hat ja immer so ein bisschen was Verheißungsvolles - auch wenn man im Laufe des Lebens durchaus kapiert hat, dass das mit den Jahren ziemlich ähnlich ist wie mit den Kindern - sie liegen alle als Wunderkinder in der Wiege, entpuppen sich in neunundneunzigenhalb Prozent der Fälle später jedoch zum Glück als ganz normal. Das nehmen selbst die verzücktesten Eltern irgendwann zur Kenntnis und weil sie ihre Kinder lieben, verzeihen sie ihren Nachkommen, dass die aus dem fantastischen Genmaterial nicht mehr gemacht haben. So werden in den allermeisten Fällen selbst aus den Anfängen mit Feuerwerk und Walzerklängen dann doch ganz normale Jahre, durch die man sich irgendwie durchwurstelt.

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