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Sind Sie ein sensibler Chef?

Es ist noch gar nicht mal so lange her, da hätte man sich mit einer solchen Frage in den Augen vieler „gestandener“ Führungskräfte aber so was von disqualifiziert, die hätten das im besten Fall als nicht sehr gelungenen Versuch, einen Witz zu machen, aufgefasst. Die Zeiten ändern sich. „Ein Fall für sensible Chefs“ titelte vor ein paar Wochen die SZ in ihrem Wirtschaftsteil - und sie meinte das ganz ernst. Laut einer AOK-Studie, durchgeführt vom Wissenschaftlichen Institut der AOK, bei der zweitausend Beschäftigte zum „Fehlzeiten-Report 2017“ befragt wurden, häufen sich sowohl die Krankheitstage aufgrund psychischer Probleme, als auch mit zunehmenden Alter die Lebenskrisen bei den Beschäftigten. Das ist nicht nur schwierig und bedauerlich für die von Lebenskrisen Betroffenen selbst. Das hat auch Folgen für die Arbeitgeber: Gut die Hälfte der Betroffenen gibt an, sich nicht mehr voll leistungsfähig zu fühlen und jeder Dritte meldet sich häufiger krank.

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Es ist der Horror

- und wenn Sie jetzt an die Wahlergebnisse denken sollten, sind das Ihre ganz eigenen Assoziationen

„In dem Wort, dem abgegriffenen, liegt, was mancher sinnend sucht“, selten hat ein Dichter, in diesem Fall Hugo von Hofmannsthal, treffender ausgedrückt, wie meine Befindlichkeit gerade ist. Zur gegenwärtigen Lage der Nation fallen mir nur Begriffe ein, die echt langsam abgenutzt sind. Sie wissen schon „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht“ und so weiter, um einen weiteren Dichter zu zitieren, der sich vorsorglich nach Paris abgesetzt hatte, und dem wir viele wunderbare Geistesblitze verdanken. Er besaß die bemerkenswerte Fähigkeit, selbst einem abgegriffenen Wort einen neuen Sinn abzugewinnen, der zugleich treffend und witzig war.

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