Alice Dehner

Stress, Stress, Stress – Dauerthema ohne Ende

Was ist nicht schon alles über Stress geforscht, geschrieben und gesagt worden, und man kommt an kein Ende. Jüngst ist eine neue Untersuchung dazu gekommen über den digitalen Stress, die man in der Personalwirtschaft nachlesen kann – hier der Link dazu:

Zum Artikel in der Personalwirtschaft

Als wichtigstes (und erwartbares Ergebnis) hat sich gezeigt, dass es vor allem auf die Führungskräfte ankommt, um digitalem Stress entgegenzuwirken.

Aber wie gehen Führungskräfte mit ihrem eigenen Stress um?

Wir erleben im Coaching immer wieder, dass Führungskräfte oft ein ziemliches schlechtes Selbst-Management betreiben. Es fehlt häufig an den einfachsten Kenntnissen darüber, wie man seinen Arbeitsalltag so strukturiert, dass man seinen Stress deutlich reduzieren kann. Oder vielleicht sind die Kenntnisse vorhanden, aber man richtet sich nicht danach. Es gibt jedenfalls ganz offenbar den Bedarf, auch die vermeintlich „alten Hüte“ noch mal ins Bewusstsein zu bringen:

Wie gehen Sie mit Ihren Emails um? Die In-Box ist keine To-Do -Liste! Das heißt konkret: Leeren Sie Ihre In-Box täglich, löschen Sie, was gelöscht werden kann, verschieben Sie in Aufgaben-Ordner, was da hineingehört, erledigen Sie sofort, was weniger als drei Minuten in Anspruch nimmt und legen Sie den Rest in einem separaten Ordner ab, den Sie sich vornehmen, wenn Sie Zeit dafür haben.

Lassen Sie sich dauernd stören? Vielleicht hängen Sie der Theorie an, dass Sie als Führungskraft permanent für Ihre Mitarbeiter erreichbar sein müssen. Das ist nobel gedacht, dient aber wirklich keinem. Jeder Mitarbeiter kann lernen und damit klarkommen, dass es für Sie „stille Stunden“ gibt, in denen Sie höchstens gestört werden dürfen, wenn das Haus brennt. Fangen Sie langsam damit an, erst zwei „stille Stunden“ die Woche und dann peu á peu mehr. Sie werden sehr schnell merken, wie positiv sich das auf die Effizienz Ihrer Arbeit auswirkt.

Nehmen Sie Rückdelegationen entgegen? Dann sind Sie Ihr eigener bester Mitarbeiter – aber das ist nicht Sinn der Sache! Wehren Sie sich gegen Rückdelegationen, fragen Sie Ihre Mitarbeiter lieber, was sie denn brauchen, um die Aufgabe selbst zu erledigen.

Sie lassen sich von anderen Abteilungen zusätzliche Aufgaben aufhalsen? Da hilft nur eines: Grenzen Sie sich freundlich, aber bestimmt ab. Sicher, das ist manchmal nicht einfach, vor allem, wenn man sich davor fürchtet, nicht mehr als der immer freundliche Kollege wahrgenommen zu werden. Aber sich abgrenzen können verschafft einem auch Respekt, und das gilt gleichermaßen für Kollegen und Mitarbeiter.

Sie arbeiten nicht mit Planungsinstrumenten? Dabei gibt es inzwischen äußerst hilfreiche Tools, z.B. eine Software wie Todoist, die etwa Aufgaben in Unteraufgaben aufteilt, oder man kann mit der Kanban-Methode arbeiten, die darstellt, wie der Fluss der Aufgaben gerade verläuft, das geht entweder auf Papier oder ebenfalls mit Software wie z.B. Zenkit oder Meistertask. All diese Hilfsmittel laufen auf sämtlichen Plattformen und sind in der Grundausstattung zum Teil sogar kostenlos.

Sie machen sich zu viel inneren Druck? Dagegen hilft am besten Introvision-Coaching! Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, finden Sie das hier: https://dehner.academy/methoden/introvision/

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