Introvision-Coaching

»Eine einzigartige Methode um innere Blockaden und Stress zu bewältigen.«

Introvision-Coaching ist ein von uns entwickeltes Format, mit Coaching nachhaltige Ergebnisse zu erzielen, die in unseren Augen eine perfekte Ergänzung zur Transaktionsanalyse darstellt, denn Transaktionsanalyse und Introvision-Coaching befruchten sich gegenseitig. Die Diagnose-Tools aus der TA und das Verständnis lebensgeschichtlicher Zusammenhänge, die sie bietet, sind im Coaching hilfreich im Umgang mit Schwierigkeiten, die nicht mit klassischen Coachingmethoden wie etwa Arbeit auf der Reflexions- oder Verhaltensebene erfolgreich bearbeitet werden können. Doch  TA allein genügt oft nicht, diese Schwierigkeiten ein für alle Mal zu bewältigen.

Wir haben aus der ursprünglichen Introvision, wie sie an der Uni Hamburg entwickelt wurde, unter Einbeziehung von Elementen der TA und den Achtsamkeitstechniken aus dem Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) Programm nach Jon Kabat-Zinn ein Coachingformat entwickelt, mit dem sich in sehr kurzer Zeit dauerhafte Veränderungen erzielen lassen, die den Klienten ihre Handlungsfähigkeit zurückgeben, ihnen neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen und sie von innerem Dauerstress befreien.

Der Ansatz von Introvision-Coaching basiert im Wesentlichen auf den Erkenntnissen von Neurophysiologie und  Neuropsychologie bezüglich der Rolle, die die Amygdala dabei spielt, wenn es um die Alarme geht, die dafür verantwortlich sind, dass Menschen stressbedingtes Verhalten an den Tag legen. Der Alarmzustand, in den jemand geraten kann, ist eine Stressreaktion. Solche Stressreaktionen haben  in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit eine überlebenswichtige Rolle gespielt. Denn die von der Amygdala initiierte augenblicklich Ausschüttung von Stress-Hormonen befähigt den Menschen, von Null auf Hundert Höchstleistungen zu erbringen, um zu fliehen oder zu kämpfen.

Wenn jemand eine belastende oder schlimme Situation erlebt – sei es mehrfach, vielleicht intensiv über mehrere Jahre hinweg in Kindheit oder Jugend, oder sei es im Falle eines Traumas nur ein einziges, aber dafür umso eindrücklicheres Mal – kann sich ein Alarm in der Amygdala bilden. Dieser Alarm warnt: „Achtung – höchste Gefahr! Diese Situation ist unter allen Umständen zu vermeiden!“ Und der Alarm wird in Zukunft immer dann sofort anspringen, wenn, tatsächlich oder vermeintlich, die Gefahr besteht, dass sich die Situation genauso entwickelt, wie es unter keinen Umständen sein darf. Die im Gehirn angelegten neuronalen Muster bilden sich in Abhängigkeit von äußeren Einflüssen heraus. Deshalb bildet sich als logische Folge der unangenehmen oder schmerzhaften Erlebnisse ein Alarm in der Amygdala, der so schnell anspringt, dass rationale Überlegungen, die im Großhirn ihren Ursprung haben, für gewöhnlich nichts dagegen ausrichten können, denn sie kommen immer erst im Nachhinein.

Als der Alarm installiert wurde, bildete sich gleichzeitig eine häufig unbewusste Verhaltensanweisung heraus, was man tun oder lassen müsse, um der drohenden Gefahr zu entgehen. Diese innere Anweisung besitzt zwingenden Charakter, weshalb sie die Bezeichnung „Imperativ“ bekam. Ein Imperativ bedeutet in diesem Zusammenhang eine innere Forderung oder ein innerer Druck, dass etwas unbedingt geschehen muss oder aber auf keinen Fall geschehen darf.

Imperative können sich auf alles Mögliche beziehen, zum Beispiel „Ich muss unbedingt meine Verkaufszahlen steigern“, „Ich darf auf gar keinen Fall bei der Präsentation versagen“, „Ich muss dafür sorgen, dass im Team alles harmonisch ist“, „Ich darf keine Fehler machen“. Die „Imperative“  lassen sich unter lebensgeschichtlichen Gesichtspunkten sehr gut mit dem Skript-Konzept der Transaktionsanalyse verbinden.

Der Sinn eines jeden Alarms ist es, den Menschen zum schnellen und entschlossenen Handeln zu bewegen. Doch ein Alarm kostet eine Menge Energie und das menschliche Gehirn ist ziemlich perfekt darin, Energieverschwendung zu vermeiden. Deshalb gilt der Satz: Ein Alarm, auf den keiner reagiert, ist sinnlos. Ein sinnloser Alarm, der keine Handlung mehr auslöst, wird deshalb vom Gehirn gelöscht.

An diesem Punkt setzt Introvision-Coaching an: Mit dieser Methode wird der Alarm in der Amygdala gelöscht, sodass jene Reize, die ihn bislang triggerten, keine Reaktion mehr auslösen. Neurobiologen haben nachgewiesen, dass sich das sogar bildlich nachverfolgen lässt: Das Alarmsystem, das in der Amygdala sitzt und bei inneren Konflikten heftige Reaktionen zeigte, verhielt sich gänzlich unaufgeregt, nachdem der Imperativ gelöscht war.

Introvision-Coaching bedient sich dabei der Achtsamkeitstechnik aus dem „Mindfulness Based Stress Reduction“ – Programm. Diese Technik besteht darin, eine innere Haltung einzunehmen, bei der man, ohne zu bewerten rein beobachtend wahrnimmt, welche Gedanken kommen und gehen, welche Gefühle sich einstellen und welche körperlichen Reaktionen auftreten, wenn man sich dem Alarm auslösenden Gedanken aussetzt.

Die einzelnen Phasen des Introvision-Coaching sind:

  • Problemanalyse /Identifizierung des Imperativs
  • Erarbeiten des Alarm auslösenden Satzes
  • Training der weiten Wahrnehmung
  • Den alarmauslösenden Satz zu Gehör bringen
  • Den Klienten immer wieder an die weite Wahrnehmung erinnern
  • Den alarmauslösenden Satz wiederholen
  • Den Klienten gegebenenfalls auf den Atem fokussieren
  • Nachbesprechung des Settings